Workshop «Digital Humanities»

Auch die Archive unterstehen dem digitalen Wandel. Das BAR erarbeitet gegenwärtig ein Nutzungsangebot, das den Anforderungen dieses Wandels entspricht. Dabei stehen quantitative und qualitative Zugänge zum Archivgut im Vordergrund. Den in den Digital Humanities diskutierten Nutzungsmethoden wie data mining, data visualization oder distant reading soll auf diese Weise entsprochen werden können.

Unter Auswertung verstehen wir die Beantwortung einer auf eine bestimmte Datenbasis bezogene Fragestellung, darunter insbesondere: Recherche, Datenkritik, Interpretation und Datentransfer. Am Workshop „Digital Humanities und die Auswertung digitaler Quellen" im Bundesarchiv diskutierten Experten und Expertinnen am 12. Juni 2013 eingehend über folgende Fragen: Lie­gen den Digital Humanities grundlegend neue Forschungsfragen zugrunde? Welches sind die Bedürfnisse der scientific community in Bezug auf Forschungsinfrastrukturen? Welche Anforde­rungen stellt sie dabei ganz konkret an die Archive? Erfahren Sie Näheres im Tagungsbericht, aus den Folien der Präsentationen oder schauen Sie sich direkt die Videos von ausgewählten Beiträgen an.

Präsentationen:

Andreas Kellerhals, Direktor BAR, weist auf das Archiv als Voraussetzung für e-open-sciences hin. Wie muss ein digitales Archiv aussehen? Vieles wird erst konzipiert. Sicher ist die „Interaktion zwischen Archiv und Datenwelt".

Peter Fleer, BAR, beleuchtet die Wandlung von Archiven von Datenlieferanten zu Kooperationspartnern, kurz: vom gate keeper zum data broker.

Enrico Natale, Geschäftsführer infoclio, bietet einen Überblick zu der noch jungen Geschichte der Digital Humanities.

Beat Estermann, Berner Fachhochschule, forscht an der Schnittstelle zwischen Produzenten, Lieferanten und Nutzern. Ihn interessiert, wer Daten zur Verfügung stellt und wer sie wie nutzt.

Martin Stoll, SonntagsZeitung, berichtet aus der noch jungen Praxis des Datenjournalismus. Die Hauptfrage hier: Wie generieren Zeitungen aus Daten Geschichten?

Armin Grossenbacher, Bundesamt für Statistik, bereitet grosse Datenmengen auf. Die Präsentation misst sich am Interesse des Publikums und an der „statistischen Ethik".

„Software, Hard Facts and the Quality of Interpretation - Big Data in Historical Research": Patrick Kammerer, Universität Zürich beschreibt und erläutert sein Konzept der Datenkritik.

Christiane Sibille präsentiert Lösungsansätze der Digital Diplomatic Documents. Der Kern ist die Auswahl relevanter Dokumente. Die Indexierung schafft einen wissenschaftlichen und generellen Mehrwert für ein immer breiteres Publikum.

Frédéric Kaplan, EPFL, spricht über die Herausforderung für die Definition der Schnittstelle zwischen Digital Humanities und Archiven. Notwendig für sein Venice-Time-Machine Projekt ist ein System, in dem die reichhaltigen Informationen organisiert werden: 80‘000 Laufmeter aus 1‘000 Jahren!

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