Bestände

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Das Schweizerische Bundesarchiv bewahrt die Unterlagen der politischen Organe des Bundesstaats und der Bundesverwaltung seit 1798 auf. Die Bestände sind in acht Hauptabteilungen aufgeteilt. Zum grössten Teil handelt es sich um Papierakten, ergänzt durch Foto-, Ton- und Filmmaterial sowie digitale Daten.

Praktisch alle Bestände des Bundesarchivs sind über die Archivdatenbank Swiss Archives online recherchierbar. Die Unterlagen behandeln primär politische Fragen auf Bundesebene. Zu kantonalen oder lokalen Fragestellungen verfügen die kantonalen bzw. die Gemeindearchive in den meisten Fällen über die richtigen Unterlagen.

Die Bestände des Bundesarchivs sind in acht Hauptabteilungen aufgeteilt:

B: Zentralarchiv der Helvetischen Republik 1798–1803

Umfasst alle Akten der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Zentralgewalt der Helvetischen Republik (Helvetik) sowie die Korrespondenz der nachgeordneten Kantons-, Distrikts- und Munizipialbehörden.

C: Archiv der Mediationszeit 1803–1813

Beinhaltet die Akten der Mediationszeit, d. h. der Tagsatzung, des Landammanns, der Kanzlei, der Stabsoffiziere und der militärischen Kommandanten der damaligen Bundesbehörden sowie der diplomatischen und konsularischen Vertreter der Schweiz im Ausland.

D: Archiv der Tagsatzungsperiode 1814–1848

Umfasst alle Unterlagen der Tagsatzungsperiode, d. h. der Tagsatzung, des «Vororts», der Kanzlei, verschiedener Kommissäre, Repräsentanten und Schiedsrichter, der Militäraufsichtsbehörde bzw. des Kriegsrates, des Generalstabs sowie der diplomatischen und konsularischen Vertreter der Schweiz im Ausland.

E: Archiv des Bundesstaats seit 1848

Umfasst alle Unterlagen der Bundesverwaltung und wächst ständig weiter. Die Unterlagen werden zunehmend in elektronischer Form produziert und archiviert. Die rund 2000 Teilbestände zum Bundesstaat ab 1848 sind in der Online-Datenbank Swiss Archives thematisch in neun Kapitel gegliedert. Dies erleichtert die Suche nach relevanten (Teil-)beständen eines bestimmten Themenkomplexes (z. B. Justiz oder Gesundheit).

J: Depositen und Schenkungen

Enthält private Archive und Nachlässe von Persönlichkeiten, welche die Geschichte des Bundesstaats geprägt haben, sowie von juristischen Personen (Firmen, Organisationen u.ä.) von gesamtschweizerischer Bedeutung.

K: Urkunden

Enthält Staatsverträge, notarielle Urkunden und Notenwechsel mit Vertragscharakter.

M: Sammlungsgut

Enthält Materialien zu diversen Ereignissen, Themen und Personen von Bedeutung in der neueren Schweizer Geschichte. Ausserdem Unterlagen, die im Zusammenhang mit Sonderaufträgen, Publikationen, Ausstellungen etc. des Bundesarchivs entstanden sind.

P: Abschriften

Besteht aus Abschriften, Mikrofilmen, Fotokopien, Regesten und Inventaren zur Schweizer Geschichte aus anderen Archiven und Bibliotheken aus der Schweiz und aus dem Ausland.

Sprache und Schrift

Die Unterlagen im Bundesarchiv sind mehrheitlich in deutscher Sprache, manchmal in französischer und selten in italienischer Sprache verfasst.

Deutschsprachige Akten aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert wurden meist in der heute nicht mehr geläufigen Sütterlin- oder Kurrentschrift verfasst, gedruckte Schriftstücke in der Frakturschrift.

Letzte Änderung 10.12.2015

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